In vielen Positionen im Endspiel Läufer und Bauer gegen Läufer versucht die Verteidigerseite, den Bauern mit dem Läufer aufzuhalten. Der Läufer benötigt jedoch genügend Platz zum Manövrieren, um den Bauern sinnvoll aufhalten zu können.
Die schwächere Seite kann sich nur dann retten, wenn auf der Diagonale, von der aus der Läufer das Vorrücken des Bauern kontrolliert, nicht weniger als drei freie Felder vorhanden sind (mind. 4 Felder auf der Diagonale).

In solchen Fällen kann die stärkere Seite gewinnen, indem sie den gegnerischen Läufer von seiner Diagonale vertreibt. Dafür können verschiedene Manöver angewendet werden.
In vielen Fällen kann der Läufer das Feld vor dem Bauern anstreben, um den gegnerischen Läufer von seiner Diagonale zu vertreiben.

In vielen Fällen ist dafür ein Tempogewinn sehr nützlich.

Erreicht der Läufer das Feld vor dem Bauern, kann er den gegnerischen Läufer vertreiben. Der Läufer muss dadurch die Diagonale wechseln.

Muss sich der Läufer auf einer Diagonale positionieren, auf der nicht genug Felder vorhanden sind, kann er leicht überlastet werden.

Verteidigung – Kontrolle möglicher Sperrfelder
Die schwächere Seite kann jedoch versuchen zu verhindern, dass der Läufer den gegnerischen Läufer vertreiben kann, indem sie mit dem König mögliche Sperrfelder kontrolliert.

Dafür positioniert sich der König in Opposition zum gegnerischen König.

Dokument – Trainingsmaterial
Die folgenden Positionen aus dem Lehrbuch der Schachendspiele – Teil 1 von Juri Awerbach zeigen die Gewinnmethode, wenn für den Läufer nicht genug Felder zur Verteidigung vorhanden sind: