In einigen Fällen entsteht ein Endspiel mit Läufer und Bauer gegen Läufer, bei dem der Bauer noch nicht weit vorgerückt ist.
Auch wenn der Bauer noch nicht weit vorgerückt ist, kann die stärkere Seite gewinnen, wenn sie es schafft, den gegnerischen König fernzuhalten und mit dem eigenen Läufer den gegnerischen Läufer abzudrängen. Gelingt dies nicht, endet die Partie remis.

Verteidigung – Aufhalten des Bauern
Ist es in derartigen Positionen nicht möglich, den Bauern mit dem König von vorne aufzuhalten, kann sich der König auch von hinten an den Bauern annähern.

Um ein Remis zu erreichen, muss der König auch hier die gleiche Seite des Bauern erreichen wie der gegnerische König:

Erreicht der König rechtzeitig den Bauern und verfügt der Läufer über genug Felder auf der Diagonale, kann der Bauer erfolgreich aufgehalten werden.

Gewinnplan – Umwandeln des Bauern
Erreicht der König jedoch nicht rechtzeitig den Bauern, kann die stärkere Seite den Läufer vertreiben.

Kann der Bauer vorrücken, gewinnt die stärkere Seite. Hier kann der Bauer ungehindert auf die 7. Reihe vorrücken, danach unterstützt den Bauern der König.

Danach kann der Läufer versuchen, den gegnerischen Läufer zu vertreiben. Dafür strebt der Läufer das Feld vor dem Bauern an.

Erreicht der Läufer das Feld vor dem Bauern, muss der gegnerische Läufer auf die zweite Diagonale ausweichen.

Hier gerät der Läufer jedoch in Zugzwang.

Der Bauer wird umgewandelt.
Dokument – Trainingsmaterial
Das folgende Beispiel aus dem Lehrbuch der Schachendspiele – Teil 1 zeigt das Aufhalten des Bauern: