Diese Analyse behandelt Diagramm 3 aus dem Lehrbuch der Schachendspiele – Teil 2.

In dieser Stellung braucht der schwarze König zwei Züge, um seinen Bauern zu unterstützen, wodurch der weiße König drei Felder vom Quadrat des Bauern entfernt sein kann. Hier gibt es jedoch für Schwarz eine Möglichkeit, remis zu halten. 1.Kb6

Schwarz muss nun versuchen, den weißen König abzudrängen, indem er seinen eigenen König auf die e-Linie bringt. 1…Kf3!
Der Versuch, den Bauern vorzurücken, scheitert.
Awerbach: Verteidigt sich Schwarz, indem er den Bauern geradewegs zur Dame führt, verliert er.
1…f3

Hier ist Weiß schnell genug, um den Bauern zu erreichen: 2.Kc5 f2 3.Kd4 Kf3 4.Kd3 Kg2 5.Ke2+-

Weiß erobert den Bauern.
2.Kc5 Ke3! Der schwarze König erreicht nun die e-Linie. Auf ein Schachgebot 3.Ta3+ hält der weiße König den schwarzen König fern: 3…Ke4!=

Der schwarze König drängt den weißen König ab
und hält ihn vom Bauern fern.
Awerbach: Der weiße König ist außerstande, den Turm zu unterstützen – Remis.
Ein Fehler wäre hier 3…Ke2?!
Weiß gewinnt durch 4.Kd4! mit der Idee, den schwarzen König durch Schach auf das Feld vor dem Bauern zu zwingen.

Es folgt 4…f3 5.Te3+ Kf2 6.Ke4+-

und Weiß gewinnt den Bauern.
Verwendete Methoden
In dieser Stellung werden die folgenden Methoden verwendet:
Turmpartei:
- Annähern des Königs an den Bauern
- Seitliches Schach mit dem Turm
- Abdrängen des gegnerischen Königs auf das Feld vor den Bauern
Bauernpartei:
- Abdrängen des gegnerischen Königs mit dem eigenen König
- Positionierung des eigenen Königs zwischen gegnerischem König und Bauern
