Diese Analyse behandelt Diagramm 4 aus dem Lehrbuch der Schachendspiele – Teil 2. Hier verfügt Schwarz über einen Springerbauern.

Awerbach: Bei einem Springer- oder Turmbauern treten wegen der Nähe des Brettrandes zusätzliche Schwierigkeiten auf, die beim Manövrieren zu berücksichtigen sind. Schwarz verfügt über Pattdrohungen, die ihm bei ungenauem Spiel von Weiß ein Remis ermöglichen.
1.Tf1+

Awerbach: Wie wir bereits gesehen haben, gibt die
waagrechte Opposition der Könige Weiß die
Möglichkeit, den gegnerischen König unverzüglich
zurückzuwerfen.
1…Kg2 2.Ke2
In dieser Stellung gewinnt Weiß, indem er seinen König annähert und mit seinem Turm den Bauern von hinten angreift.

2…Kh2
Weiß wechselt nun auf die 8.Reihe, um den Bauern von hinten anzugreifen: 3.Tf8!
Der Versuch, den Bauern sofort zu erobern, scheitert.
Awerbach: Der Versuch, den Bauern sofort zu erobern, scheitert.

3. Kf3? g2 4. Tf2

Die Fesselung des Bauern auf der zweiten Reihe funktioniert wegen Patt in der Ecke nicht.
Es folgt 4…Kh1= und Schwarz ist gerettet.

3…g2

4.Th8+ Weiß zwingt den schwarzen König vor den Bauern. 4…Kg1

Nun kann der Turm den Bauern angreifen. 5.Tg8 Kh2 6.Kf2+-

Weiß gewinnt.
Verwendete Methoden
In dieser Stellung werden die folgenden Methoden verwendet:
Turmpartei:
- Abdrängen des gegnerischen Königs
- Angreifen des Bauern mit dem Turm von hinten
- Fesselung des Bauern auf der zweiten Reihe
Bauernpartei:
- Patt mit dem König in der Ecke
